Business Social Compliance Initiative (BSCI)

Die Business Social Compliance Initiative (BSCI) wurde am 26. März 2004 in Brüssel gegründet. Unter der Schirmherrschaft der Foreign Trade Association (FTA) wird sie von europäischen Unternehmen unterschiedlicher Branchen (Food, Non-food etc.) getragen, seit der Entstehungsphase von der zuständigen EU-Kommission anerkannt und seit dem Jahr 2005 auch mit Fördergeldern aktiv unterstützt. Die Charles Vögele Gruppe ist seit 1. Januar 2004 offizielles Mitglied der FTA und hatte bereits im Jahre 2003 mit der FTA an der Entwicklung der Business Social Compliance Initiative zusammengearbeitet. An der Realisierung von BSCI war die Charles Vögele Gruppe damit als Gründungsmitglied massgebend beteiligt.

Der BSCI Code of Conduct basiert auf dem Prinzip, dass Betriebe, die Waren für Charles Vögele herstellen, sämtliche Gesetze und Vorschriften der jeweiligen Länder zu befolgen haben. Ferner werden im Besonderen die Bereiche Umwelt, Diskriminierung, Zwangsarbeit, Kinderarbeit, Arbeitszeit, Löhne, Arbeitsbedingungen, Wohnunterkunft sowie die Versammlungsfreiheit im Detail vertraglich geregelt, und zwar in Übereinstimmung mit den Konventionen der International Labour Organization (ILO), den universellen Menschenrechtsdeklarationen der Vereinten Nationen, der UN-Kinderrechtskonvention sowie der Konvention zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frauen (CEDAW), dem UN Global Compact und den OECDRichtlinien. Auch diese Richtlinien sind wie bis anhin fester Bestandteil des Lieferantenvertrags und regeln die Einhaltung sozialer Mindeststandards. Ferner ist die Charles Vögele Gruppe bereits seit 2001 offizielles Mitglied der Menschenrechtsorganisation Social Accountability International (SAI) mit Sitz in New York. Diese Organisation ist die Herausgeberin und Verwalterin des international anerkannten Sozialstandards Social Accountability 8000.

Vorteile der Business Social Compliance Initiative (BSCI)
Viele der heute 430 Mitgliedunternehmen haben sich für diese Initiative entschieden, obgleich sie schon früher mit eigenen Kodices arbeiteten, die sich aber untereinander alle leicht unterschieden haben. Ziel dieser Initiative ist es, Doppelauditierungen bei Lieferanten, die für verschiedene Hersteller arbeiten, zu vermeiden. Die BSCI-Mitglieder haben sich auf den gemeinsamen BSCI Code of Conduct geeinigt, der auf den Konventionen der International Labour Organization basiert und der die Grundlage für die Auditierungen bildet. Ebenso werden die Auditierungen mit einem einheitlichen Fragebogen durchgeführt, dessen Bestimmungen weitgehend auf den SA8000-Richtlinien basieren. Die erhobenen Daten werden zentral in der BSCI-Datenbank erfasst und den Mitgliedern zugänglich gemacht. Das Vorgehen schafft so eine rationelle und einheitliche Auditierungsgrundlage und spart sowohl auf Seiten der Herstellerfirmen als auch auf Seiten der Auftraggeber wertvolle Ressourcen. Durch dieses Verfahren wird die Einhaltung umfangreicher sozialer Mindeststandards sichergestellt. 

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BSCI

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